AGENTUR | rehsozialisiert

UP.SOLUT rehsozialisiert. Oder: Die ganze Geschichte über das UP.GRADE Maskottchen

Unser neues Agentur-Zuhause hat viele Vorzüge. Alles ist ganz modern und duftig und viel hübscher als früher. Das überrascht nicht (hatten wir ja schließlich geplant), erfreut aber jeden Tag aufs Neue (war auch geplant, darf an dieser Stelle außerplanmäßig aber ruhig mal erwähnt sein). Kurzum, die UP.GRADES sind angekommen und happy. Ganz besonders über die ein oder andere erfrischende Wende in den neuen vier Wänden. Unsere Facebook Posts beispielsweise können Dank der nebenan kichernden oder pöbelnden Kollegen unmittelbar auf ihre Wirkweise überprüft werden. Auch Küchengeheimnisse werden jetzt großzügiger geteilt. Und das blonde B&B Empfangsteam kann ganz eigenverantwortlich mal tierisch Pause im Garten machen. 

Apropos Garten. Ein Pferd hat sich weder hier, noch auf dem Flur angefunden, dafür sind wir – kaum waren die Kisten ausgepackt – zwischen Baum und Borke aufs Reh gekommen (und zwar nicht wie naheliegend auf dem Teller).
Nein, in voller, wenn auch arg verängstigter Schönheit stand es inmitten der leider nicht mehr üppig blühenden Rhododendren und versuchte, nicht da zu sein. An sich eine gar nicht doofe Idee vom Reh, bedenkt man, dass niemand geringeres als der UP.GRADEsche Grillmeister und Wild-Freak Nummer 1 es dort aufspürte. Einem Rascheln in die hintere Gartenecke folgend verdächtigte er Barnaby & Bogey der Vernachlässigung ihres Aufgabenbereichs im Empfang zugunsten der leidenschaftlich bevorzugten Gartenarbeit. Doch weit gefehlt. Die beiden Blondinen dösten pflichtschuldig am Arbeitsplatz und verpassten die anstehende Rehsozialisierung der UP.GRADES – was ein Glück für das Reh. Ohnehin würde es einiges ertragen müssen.
Angesichts der sich zielstrebig nähernden Bedrohung machte es sogleich einen beachtlichen Satz und suchte Tarnung im nächsten Busch. So entzückend es aus sicherer Entfernung und fröhlich dahinspringend anzusehen sein mag: ein hastiges Reh von Angesicht zu Angesicht kann erschreckender sein als gemeinhin vermutet. Und unser Reh war nicht nur überraschend groß, es war auch denkbar ungestüm und grün. Aus Mangel an Tischen und Bänken ging es direkt über unser Wild liebendes UP.GRADE, entlockte ihm einen markerschütternden Schrei (mit dem wir uns nicht unbedingt bei unseren neuen Nachbarn hatten vorstellen wollen) und trampelte – wenn auch leichtfüßig – gnadenlos platt, was B&B hatten stehen lassen. Schlimmes befürchtend stürmten wir herbei und konnten nicht recht glauben, was wir sahen. Während unser Grillmeister auf die Beine kam, gab Bambi uns den Fury. Auch Rehe sind Fluchttiere. Wir erblickten das Weiße in seinen nicht sehr sanften Augen und machten uns auf Schaum vorm Maul gefasst. Kurzzeitig zwar nur, aber immerhin: Es verschlug uns die Sprache. „Wir müssen es fangen!“, hieß es dann pragmatisch und „Was will es denn nur hier im Garten?“ philosophisch. Die praktisch Veranlagten (fest entschlossen, das wilde Tier in die Enge zu treiben und mit bloßen Händen zu bändigen) schritten direkt zur Tat. Naturgemäß ruhiger ging es die Neigungsgruppe „erst denken und dann mit Bedacht handeln“ an. Vom neuen Freiluftbüro aus betrachtet und einem schnell gereichten Drink begleitet, zeigte der ungewöhnliche Sachverhalt durchaus humoristische Qualität (wozu die herumschleichenden UP.GRADES übrigens nicht minder beitrugen als das gejagte Reh). Ebenfalls zeigte sich, dass Rehe weitaus flinker sind als Hauptstadt-Cowboys und auch: deutlich besser in Form! Der Schaum vorm Maul blieb also aus, zumindest bei unserem Reh. Das ein oder andere UP.GRADE konnte dies nicht von sich behaupten und spuckte nach großen Tönen bald schon Gift und Galle, rollte gar animalisch mit den Augen um dann doch kleinlaut aufzugeben. So gesellten wir uns einer nach dem anderen schließlich in der Gartenlounge, nur das Reh wollte von dieser außerordentlichen Betriebsfeier partout nichts wissen. Es wurde ruhiger (auch an uns kann man sich gewöhnen) und spazierte bald äußerst dekorativ, ja fast ein wenig hochmütig und siegesgewiss umher. Doch obgleich die Mädels schon verliebt von einer Zukunft mit zahmen Reh im Garten träumten (perfekt ausgestattet selbstverständlich und mit eigenem Häuschen) und es zärtlich Fanni tauften – zu mehr Tuchfühlung ließ es sich trotz der lindgrün-rosa Versprechungen nicht hinreißen.
Nicht weniger emotional diskutierten die Jungens weiterhin die potenzielle Herkunft des Irrläufers und übertrafen sich bis Sonnenuntergang und in zunehmender Bierlaune mit skurrilen Ideen, Fanni zurück auf den rechten Weg zu geleiten. Doch ob unser Reh sich nur auf einem ausgedehnten Spaziergang rund um den Grunewald befand, ein romantisches Stelldichein mit B&B anberaumt oder es einfach neugierig, ob der neuen Anwohner einen kurzen Antrittsbesuch machte, blieb sein Geheimnis. Bis heute. Während der lindgrüne Unterstand mit rosa Verzierungen nun bald schon in die Tat umgesetzt wird und der Schritt zum kosmetischen UP.GRADE mit Striegeln und Bürsten dann denkbar klein ist, verweigert Fanni sich beharrlich jedem Ausflug in die Vergangenheit. Ausgiebig lässt das Zauberwesen sich lieber von Passanten bewundern, genießt die Gesellschaft emsiger Hummeln inmitten der mittlerweile wieder üppig blühenden Rhododendren und präsentiert sich nicht ohne Stolz als neues UP.GRADE Maskottchen. Und dem schließen wir uns ohne Einschränkungen auch sofort an. Denn ein grünes Reh namens Fanni Hummel kann wahrlich nicht jeder auf seiner Freundschaftsliste vermerken und wir finden: Das ist mal ein echtes UP.GRADE!